24/7: Horizont erweitern mit den Boltensterns (Teil II)

Shownotes

In dieser zweiten Folge von Double Duty Dialogues sprechen wir wieder mit Marie und Raoul Boltenstern – diesmal noch persönlicher, noch ehrlicher und mit einem klaren Fokus auf das, was oft unsichtbar bleibt: Care-Arbeit, die eigene Ressourcen und die Frage, wie man als Familie und Paar wirklich gut durch den Alltag kommt.

Die beiden geben einen offenen Einblick, wie sie Unterstützung organisieren, warum sie gelernt haben, Hilfe anzunehmen – und wie entscheidend es ist, die eigene Energie ernst zu nehmen. Es geht um mentale Last, unsichtbare Verantwortung und darum, dass Gleichberechtigung nicht nur ein Ideal ist, sondern tägliche, bewusste Arbeit bedeutet.

Besonders schön: die ehrliche Art, mit der Marie und Raoul darüber sprechen, wo es gut läuft – und wo eben nicht. Ohne Filter, ohne Perfektion, dafür mit viel Reflexion und gegenseitigem Verständnis.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, wir sind zurück zu Folge zwei aus Transparenzgründen.

00:00:04: Wir nehmen sie natürlich gleich weiter auf.

00:00:06: Wir haben einfach noch viel zu viel Stoff gehabt und haben diesmal wirklich beschlossen.

00:00:10: eine zweite Folge weil wir wollen jetzt nochmal in das Thema Kehrarbeit hinein hören.

00:00:13: wer die letzte Folge nicht gehört hat hört Sie entweder nach oder vielleicht noch ganz kurz als Einführung.

00:00:20: Wer war gerade bei dem Thema dass Raul extrem gut durchschläft?

00:00:24: Und einen Nanny plötzlich im Zimmer gestanden ist.

00:00:26: Das war der Cliffhanger.

00:00:39: Hier ist der Podcast für erfolgreiche Mütter zu Hause, im Beruf und darüber hinaus.

00:00:45: Die zwei frisch gebackenen Mammys finden auf die bewegenden Fragen die richtigen

00:00:49: Antworten wie sie gerne selbst früher gehabt hätten!

00:01:04: Und wer seid ihr überhaupt?

00:01:06: Marie und Raoul Boltenstern.

00:01:07: Herzlich willkommen noch einmal zum zweiten Teil dieser Folge!

00:01:10: Was macht ihr denn eigentlich genau?

00:01:12: Ihr seid beide in ein Unternehmen eingestiegen, das Marie übernommen hat von den Eltern.

00:01:17: Ihr habt eine Juweliersmarke aufgebaut nämlich Boltensterne.

00:01:21: Habt ihr dann geteilt den FABNORA und Bolten-Stern.

00:01:24: aber vielleicht möchtet ihr euch nochmal ganz kurz vorstellen und dann starten wir hinein in das Thema Kehrarbeit und wie ihr euch eigentlich organisiert.

00:01:30: Ja

00:01:31: hallo!

00:01:31: Wir sind Marie und... Raoul Boltenstern.

00:01:35: Oh, das funktioniert schon oh Gott!

00:01:37: Und wir verbringen Tag und Nacht zusammen und ja eben sind verheiratet haben zwei kleine Kinder, zwei kleine Mädchen.

00:01:45: die sind ein- und fast drei Jahre alt und ja organisieren somit alles was Arbeit und Privatleben anbelangt gemeinsam und freuen uns da ein bisschen etwas zu teilen.

00:01:54: Wir haben

00:01:54: nämlich angeteasert und das ist ja immer unser Problem.

00:01:57: deswegen haben wir zwei Folgen heute daraus gemacht Das Familienleben, dass eben den Beruflichen auch sehr viel Zeit vereinen haben, natürlich du hast gerade erwähnt.

00:02:07: Du hast zwei kleine Kinder!

00:02:09: Wir wollen heute mit dem Thema Kehrarbeit weitermachen.

00:02:11: jetzt haben wir grad gesprochen also auch ein bisschen off.

00:02:14: wie das so ist wenn man sich die kehrarbeit aufteilt dass man wenn wir jetzt da anknüpfen von der letzten folge bis zu traditionelle bilder rollenbilder vielleicht lebt dass man als Mann immer das gefühlt hat man hatte ein gewisses fangen netz weil die mutter am ende steht am Ende der kette und auffangen kann haben wir darüber gesprochen, dass du Raul eine Nennie im Zimmer habtest.

00:02:36: Vielleicht erzählst du uns da anknüpfen ein bisschen über die Situation und wie bei euch die Kehrarbeit ausschaut?

00:02:41: So entstehen Gerüchte!

00:02:44: Nein, also grundsätzlich was bei uns ist.

00:02:46: Wir haben jetzt sehr nette Großeltern aber nicht Großelter die uns im Alltag viel unterstützen würden und darum war es einfach von uns ab Monat drei.

00:02:56: Also ab dem Josie ist unsere erste Tochter ein bisschen wacher wurde klar dass wir Unterstützung brauchen um einfach auch die PS auf die Straße zu bringen, die wir in unseren Motoren spüren.

00:03:07: Und darum war halt der Weg für uns dann zu einer Nennie.

00:03:11: Gott sei Dank haben wir das Privileg dass wir in einem Haus wohnen dürfen.

00:03:14: Haben also auch ein bisschen genug Platz für sie.

00:03:17: Die wohnt bei uns und für uns ist es eine total Entlastung.

00:03:21: zusätzlich wen hat, wo man sagen kann.

00:03:23: Ja heute wollen wir mal ins Kino gehen kannst du auf die Kinder aufpassen kannst du das Babyfohn nehmen und auch im Alltag nutzen wir sie halt regelmäßig um unsere Arbeitszeit zu verlängern und das hilft uns halt schon vieles zu managen.

00:03:36: ja ich glaube also was da auch wichtig ist man muss sich dass er auch erst erfühlen und erarbeiten weil eben bevor du Kinder hast weißt du überhaupt nicht was auf dich zukommt.

00:03:45: und dann auch dann eben die ändern sich hier so schnell und am Anfang Kannst du dir überhaupt nicht vorstellen, dass dieses Wesen irgendwie in deinem anderen Arm liegen könnte oder so?

00:03:57: Aber es geht ja dann so schnell, dass sie wacher werden.

00:03:59: Und ganz am Anfang eben wie unsere große Tochter noch klein war, war ich auch überrascht weil wenn's einem gut geht nach der Geburt und man hat Lust was zu machen, dann eben... Ich hatte da auch manchmal Lust mich einfach hinzusetzen um etwas für die Arbeit zu machen oder so.

00:04:12: aber wir haben uns das auch völlig offen gelassen.

00:04:14: also ich glaube das ist nochmal eine ganz andere Phase Wenn das kleine Baby auf die Welt kommt jetzt sind, zwei quasi toddeln.

00:04:22: Ja genau also ich glaube da gibt es verschiedene Abstufungen und auch eben diese Kommunikation zu sagen okay ganz am Anfang wenn sie eh fast den ganzen Tag schlafen kann man sich vielleicht ein bisschen Zeit nehmen wenn man möchte.

00:04:35: so eben.

00:04:36: da haben wir auch sehr bewusst gesagt zum Beispiel ich mache nur wirklich wenn ich wirklich Lust habe und das ist auch schön sich dazu mindest die zwei drei Monate ja da voll vor sich auf das Kind zu konzentrieren und ob es Mutter sein und Mutter werden.

00:04:52: Also eben, das

00:04:53: muss man lernen auch

00:04:54: irgendwie.

00:04:54: Ja genau.

00:04:55: aber auf der anderen Seite ich habe mir dann schon oft gedacht dass ich ein Thema habe, in dem ich sinnvoll was machen kann.

00:05:05: Ich wollte gerade sagen... Mir geht's aus!

00:05:07: Ich hab ja auch Arteo gegründet in der ersten Karenz und fand es einfach toll, dass sich diese Energie und so ist ja auch unser Thema WT-Dialogs entstanden.

00:05:16: Das

00:05:18: war dann meine Karenz?

00:05:19: Dass man eben so wie du sagst diese Energie gespürt hat, natürlich auf einer Welle schwebt.

00:05:25: Ich hatte das Gefühl ich kann alles erreichen was ich will und ich fand es angenehm dass man dann am Anfang viel Zeit hat auch wenn der... Schlafmangel, so beim ersten Kind noch deutlich schwieriger ist als beim zweiten.

00:05:36: Zumindest geht es mir so.

00:05:37: Fand ich's dann aber umso schwieriger wenn diese Schlafphasen sich verändern?

00:05:41: Weil jetzt aktuell schauts bei mir so aus dass ich immer am Abend gearbeitet habe und aktuell hab' ich eine halbe Stunde Zeit bevor ich mir denke ich fall um und schaff nichts mehr weil die Kinder halt im Moment um halb zehn schlafen gehen wollen.

00:05:51: wir denken okay cool ja das ist eben keiner da und dann denk ich nach zehn bin auch nicht mehr mental fit genug, um da jetzt groß Bäume auszureißen.

00:06:01: Aber so wie du sagst man muss sich halt auch einfach einstellen auf die verschiedenen Phasen und ich finde es super weil ich mir auch Hilfe genommen habe in Form einer Nennie zweimal mich wirklich an einen Vormittag zwei Mal in der Woche.

00:06:11: meines Erachtens könnte das auch mehr sein jetzt für die Kleine weil der Große ist im Kindergarten.

00:06:15: Wirklich bewusst zu sagen Ich möchte etwas arbeiten!

00:06:19: Und wir haben in der ersten Folge viel über die Visionen von euch gesprochen mit dem Unternehmen sagen, dass ein oder das andere auch wenn es phasenweise mal mehr das eine oder das Andere ist.

00:06:31: Aber ich habe auch gerne gesagt, ich möchte etwas tun und jetzt mit dieser Energie sollte man auch irgendwie nutzen und kanalisieren warum nicht?

00:06:40: Ja total.

00:06:40: also schien so bewundernswert alle Mütter die da wirklich was machen wollen die sich dann eben hinsetzen und sagen okay das ist meine Idee sich da den Weg zu schaffen, das zu machen ist schon an sich ein Akt.

00:06:54: Und ja eben umso schöner wenn man das nicht ganz alleine tragen muss diesen Weg.

00:07:00: und dass es gerade angesprochen ist kommt er dann nach der neugeborenen Phase die Zeit wo die Babys aktiver werden.

00:07:06: und wir haben dann auch einfach gemerkt, okay es geht jetzt nicht einfach, dass man das Baby hinlegt und es schläft weiter um die Themen zu erledigen und haben uns relativ schnell auf Gesuche nach Hilfe gemacht Und ja, sind dann da auch.

00:07:21: Gott sei Dank!

00:07:22: gutfindet geworden.

00:07:23: Und es hat sich dann auch relativ gut ergeben, dass die Nanny eine neue Wohnung gesucht hat und dann eben auch bei uns einziehen konnte weil uns das noch mehr Flexibilität bringt.

00:07:32: einerseits und andererseits haben wir auch gesehen also ich finde das eben so schön dass die dann auch im Eigtag ein bisschen dabei ist und es ist nicht so.

00:07:40: ich komme in die Arbeit und die Kinder sind meine Arbeit sondern wir sehen das jetzt.

00:07:44: also mittlerweile haben wir da als schon eine neue nach also eben diese zwei Jahre bei uns.

00:07:49: aber man merkt es einfach wirklich ein Teil und wenn sie Frühstück dann kommen die Kinder und wollen ein Stück von ihr.

00:07:55: Und sie ist ja nicht so, okay das ist mein Frühstuck und es ist nicht meine Arbeitszeit sondern

00:07:59: sie

00:08:00: ganz selbstverständlich nimmt sich auf den Schoß und lässt sich da mit essen

00:08:04: und

00:08:04: freut sich und merkt ok die liebt halt die Kinder auch und ist stolz auf die Kinder.

00:08:10: Ja und das ist irgendwie schön zu sehen aber eben das konnte meine Frau ja auch nicht wissen.

00:08:16: Da

00:08:16: möchte ich nur dazu sagen weil jetzt alles wieder so easy klingt Das ist in der letzten Folge gesagt, man hat schon auch schwer trotzdem sein Neugeborene es dann niemandem anderen zu geben.

00:08:28: Es ist nicht so dass man einfach sagt ich nehme da jetzt jemanden damit ich meine Bedürfnisse erfüllen kann und so weiter sondern man darf nie vergessen das ist ja trotzdem auch für die Eltern ein Abgeben Und ob es jetzt der Kindergarten ist, die Nanny ist oder die Großeltern sind oder sonst irgendwas.

00:08:41: Das möchte ich schon noch dazusagen dass man da auch an seine eigenen Grenzen stößt.

00:08:46: Dass das jetzt nicht ist das muss er irgendwo hin wirft sondern man muss auch damit umgehen können dass man sagt ich bin jetzt diese Zeit nicht da und das ist ja das Thema in dem wenn man sagt man möchte verschiedene Themen haben, ihr werdet wahrscheinlich euch dann auch denken.

00:08:59: Irgendwann sagt jetzt müssen wir nach Hause und die Arbeit bleibt liegen ist ja auch etwas das man dann sagen da hatte ich noch irgendwie damit das hätte ich jetzt noch gern fertig gemacht.

00:09:09: Ja das ist einfach dieser Spagat der berühmte

00:09:13: Und da sind wir dann eigentlich recht schnell wieder bei Marm gilt, aber das fand ich so spannend.

00:09:17: Weil wissen die auch beim Dad-Gilt?

00:09:18: Weil du hast sehr ähnliche Themen quasi geschildert und in der letzten Folge hast du auch gesagt es ist meine Erinnerung geblieben dass es eben nicht nur einen Blickwinkel gibt auf Kindererziehungen und dass du deinen Kindern einfach mehr Perspektiven mit gibst dadurch dass du so aktiv bist.

00:09:34: Ich finde jede Betreuungsperson bringt ja auch wieder eine neue Perspektive ein und das habe ich mir von Anfang an zu Herzen genommen, dass eben meine Mutter auch eine Rolle spielt im Leben meines Sohnes, dass es einen Nanny gibt mit der er echt gut zusammengewachsen ist und vielleicht auch noch eine kleine Perspektive die ich mit einbringen will.

00:09:51: Ich habe dann relativ schnell gemerkt, ich liebe es Zeit mit meinem Sohn zu verbringen.

00:09:56: das heißt das wo ich mir Zeit und Raum verschaffen kann sind wieder andere und wieder ein bisschen privilegierte Möglichkeiten nämlich in Form einer Putzhilfe in Form eines Kollegen, der vielleicht bei mir im Hauptberuf mehr übernimmt.

00:10:11: In Richtung Stundenabbau, im Haupt- beruf, in Richtung Angestellte in den Hobbys und in den Nebenerwerbstätigkeiten.

00:10:19: Also ich habe für mich eher den Fokus darauf gelegt, ich möchte mehr Zeit mit meiner Person verbringen und versuche mir Luft in anderen Bereichen zu schaffen oder auch Technologien zu nutzen die mir Zeit verschaffen.

00:10:30: wie ist das bei euch

00:10:31: so?

00:10:31: Ich stimme da voll zu.

00:10:32: es ist immer eine Gradwanderung weil man für beide ist sehr gerne Zeit verwendet und das ist auch das Schöne, weil schade wäre es wenn ich jetzt sage Gott die Arbeit nervt mich sowieso nur.

00:10:42: Und ich kann die Zeit nicht mit meinem Kind verbringen.

00:10:44: aber das ist eben glaube ich das was auch so der Driver ist und wo man sich dann auch gerne zum Beispiel eben nochmal am Abend hinsetzt also unsere Abende schon momentan auch so aus dass einer oder beider sich noch hinsetzen und bis zwölf eins zwei arbeiten und am nächsten Tag sagst du wieder Gott warum habe ich das jetzt gemacht?

00:10:59: Aber

00:10:59: wir telefonieren auch manchmal um Mitternacht!

00:11:01: Du was brauchen wir eigentlich noch für morgen alles?

00:11:04: Ja, also jemand drückt die Sachen dann schon durch.

00:11:07: Aber ich glaube jetzt um nochmal auf das Thema gilt zurückzukommen wir zum Beispiel hatten für uns dann immer so einen Grundsatz den haben wir wirklich bis jetzt eigentlich durchgezogen dass immer einer von uns das Kind aus dem Kindergarten abholt und auch wenn es da noch mal zur Nähe geht dass wir zumindest eine halbe Stunde stunde mit dem kind verbringen.

00:11:28: das wäre ein Gefühl dafür bekommen wie hat sie sich im kindergarten heute gefühlt direkt bekommen und sie da auch eben kurz sehen.

00:11:35: Und das ist etwas, das weiß ich, das können wir wirklich nur machen weil wir selbstständig sind.

00:11:39: oder wenn ich dann das Gefühl hatte Gott es ist Dienstagnachmittag und ich habe jetzt wirklich tagelang nicht wirklich qualit... die Teilmäßig gesehen, dann nehme ich mir einfach den Nachmittag frei und setze mich am Abend hin.

00:11:51: Und ich bewundere wirklich jeden der in einem Konzern ist.

00:11:55: irgendwie wenn das Kind dann ein halbes Jahr ein Jahr alt oder auch noch älter ist also die Große ist jetzt drei und genießt es immer noch die Freiheit zu haben Wenn ich das Gefühl habe sie braucht gerade uns oder einen von uns Dann ja dass wir da irgendwie Zeit für Sie uns nehmen können

00:12:09: Dass man doch wirklich da sein kann.

00:12:10: Ja

00:12:11: Genau.

00:12:11: Und das andere ist eben, weil du auch gesagt hast, jede neue Person ist eine Bereicherung und wir sind irgendwie so zufällig da reingerutscht, dass unsere Nenis immer aus Südamerika kommen.

00:12:22: Das ist für uns auch so cool einfach, weil wir halt diese Mentalität überhaupt nicht in uns haben.

00:12:29: Wir gehen auch gerne mal tanzen oder so, aber es ist was ganz anderes und für uns anders,

00:12:33: liebe ich!

00:12:35: Du weißt, wovon du sprichst oder sowieso?

00:12:39: Es ist cool und süß, wenn wir nach Hause kommen.

00:12:42: Und plötzlich ist ganz laut Gasolina angedreht... ...und die kleine Nackepazis vom Baden-Panzen mit dem Kindermädchen ist etwas, das wir vielleicht aufgreifen.

00:12:53: Aber bei uns ist es natürlich ganz anders

00:12:55: wie eine Walzer dann!

00:12:58: So, jetzt ein Beispiel.

00:12:59: Nein aber es ist wirklich eine Bereicherung und ich sehe es auch bei meinen Nennys in einer amerikanischen Schule gewesen und spricht mit meinem Sohn Englisch und das ist ja sowas von Gold wert muss man ehrlich sagen weil ich würde jetzt mit meinem sohn nicht zweisprachig sprechen.

00:13:12: Bei der SMS ist das ganz natürlich Aber das ist echt echt lässig und allein jedes Wort dass er hört da ist anders integriert in seinem Leben.

00:13:18: also danke daraus an die Steffi bei mir Und du hast ja auch vielleicht noch ein bisschen was was du bürichst.

00:13:24: Na, weil mich das so erinnert an diesen Artikel der jetzt unlängst in der Presse war.

00:13:28: Dass man ja nicht darüber spricht dass es Mütter gibt die alleinerziehend sind drei Jobs haben und so weiter.

00:13:33: Ja natürlich leben wir in einer privilegierten Welt und einem Umfeld wo wir sagen können Wir haben zusätzliche Betreuung die wir uns auch leisten können.

00:13:42: Natürlich ist das jetzt nicht unbedingt das Standard-Mass aber Weil immer so drauf hingepasht wird ich denke mir jede andere Kultur, die ich meinem Kind mitgeben kann von der ich nicht selber sprechen kann.

00:13:56: ist auch eine mentale Erweiterung und Öffnung gegenüber anderen Menschen.

00:14:00: Nicht so, dass man sagt ja das ist aber noch Personal sondern das ist sehr etwas, was einem Kind vermittelt.

00:14:06: und ich denke mir was ihr euren Kindern an Leichtigkeit mitgeben könnt durch diese Kultur wo einfach Tanzen und Musik und Rhythmus zum Leben gehört, das ist ja ganz anderes bei uns.

00:14:18: Da denke ich mir das ist so eine Bereicherung.

00:14:22: Sind irgendwann einmal karibische Klänge bei euch, der Standardmusik geschmackt?

00:14:29: Ja also wir nehmen da natürlich auch viel mit und das ist ja auch ein schöner Austausch.

00:14:35: Und ja bei uns das Lustige ist die Kinder sprechen jetzt spanisch oder verstehen es zumindest, also voll und haben auch viele Begriffe diese spanisch verwenden.

00:14:44: aber Marie und ich können halt kein spanisch.

00:14:46: Also die haben dann schon ihre eigene Geheimsprache.

00:14:49: Aber ja, natürlich ist es ein Privileg das zu machen.

00:14:54: Es ist ja eben besser möglich ums halt zu arbeiten und die Firma weiterzumachen von dem man macht auch wirtschaftlich Sinn das so zu machen.

00:15:04: Und ja also eben muss ich mal auch mal so sagen Ja voll voll integriert und jeder hat sowieso sein eigenes Set-Up.

00:15:12: Die einen ziehen in die Nähe der Großeltern Sie da halt viel Betreuungsarbeit bekommen die anderen haben gerne Großelter Die anderen wieder haben eben dann eine Externe Hilfe oder eine Tante, eine beste Freundin die halt verkommen.

00:15:26: Oder gleichzeitig Kinder hat wo man sich viel abnimmt.

00:15:29: und ich glaube jeder muss da so seinen eigenen Weg finden der für einen passt.

00:15:34: Und ich glaube es gibt auch viele Familien mit nenn ich die chronisch unglücklich damit sind weil sie halt nicht weiß kein guter Match ist von beiden Seiten Und dann bringt es auch niemandem was.

00:15:44: und dann ist es auch schade, um das Geld zu sagen.

00:15:48: Um die Zeit, die man dort investiert.

00:15:50: Ja vor, muss man auch mal so pragmatisch sein!

00:15:52: Du und die Zimbe von der Keh arbeitet schon ganz gut ausgelassen.

00:15:55: Gibt es noch jemanden, den ihr unbedingt erwähnen wollt?

00:15:58: Der euer Leben noch vervollständigt oder was für vielleicht die Hörerinnen nicht ganz selbstverständlich ist?

00:16:03: Ja also ich glaube das bei uns auch eine Riesenrolle spielt und gespielt hat sind schon Rauls Eltern.

00:16:09: Also meine Schwiegereltern, die sich da schon extrem einbringen insofern dass wenn wir wirklich mehrere Tage im Stück weg sind oder eben zu dem wichtigen Messen das tragen sie sich schon immer vorher ein,

00:16:22: dass sie

00:16:22: dann wirklich bis zu einer Woche die Kinder nehmen.

00:16:25: Also das krasseste war glaube ich eben da war älter gerade eins und die wichtigste Messe im Februar waren sie dann eben sechs Nächte und Tage nur mit den Kindern.

00:16:33: Wir haben nichts gehört aus.

00:16:35: okay ja heute hat sich Josef in der Früh nicht so gut gefühlt deswegen war sie nicht dem Kindergarten.

00:16:39: also sie fragen uns dann auch nichts.

00:16:41: Cool!

00:16:41: Da ist er halt zu Hause geblieben, hat gechillt.

00:16:43: Dadurch können wir uns auch voll auf die Arbeit konzentrieren und wir gießen ok wirklich nur wenn es irgendwas ganz arges wäre oder sowem sind natürlich Anrufe Aber man kann sich da voll verlassene sehen, dass die Kinder das auch ihre gern machen.

00:16:56: Und zum Beispiel im ersten Jahr dabei aller sieben Wochen alt und dann haben wir die Großeltern einfach mitgenommen zur Messe und die waren halt dann da auch als Unterstützung mit und die machen da schon alles mit.

00:17:07: Warum wir sagen es ist ihnen nicht da?

00:17:08: Weil sie einerseits normalerweise in Oberstreich wohnen und andererseits verbringen sie deshalb ja in Frankreich und das seien ihnen auch voll gegönnt und reisen viel und wandern viel auch sehr viel Energie dann für die Kinder, wenn sie da sind.

00:17:24: Und das ist natürlich auch ein Riesenprivileg und ich glaube, wenn man nochmal über diese Privilege entspricht – das Schöne ist, ich glaube wir setzen uns noch wirklich fast jeden Tag hin oder irgendwann erwähnen wir, dass wir einfach extrem dankbar dafür sind, dass so ein Leben uns aufwand können und durchwählen und es ist klar, dass das nicht selbstverständlich ist.

00:17:40: Es

00:17:41: war super schön, dass ihr das auch so seht.

00:17:43: Ich erinnere mich jetzt ab und zu, weil es hatte gerade irgendwie gefühlt von einem Dreißig Grad draußen.

00:17:48: Ich war bei einer Konferenz in der Gegend vom Parley-Lichtenstein Und eine Freundin von mir hat mich unterstützt.

00:17:54: Normalerweise ist es eher so der Part meiner Mutter, mich eben auf solche Konferenzen zu begleiten.

00:17:58: Das ging aber damals irgendwie nicht.

00:18:00: Also hat mich die Freundin unterstützt, die selbst auch Mutter ist und ihre Kinder sind eben schon in der Volksschule gewesen.

00:18:05: Da hat sie meinen kleinen Sohn und der war glaube ich damals, ich weiß nicht drei Monate alt quasi im Kinderwagen herumspaziert, während ich so forty-fünf Minuten auf einer Podiumsdiskussion war.

00:18:16: Und es war eben so heiß und sie hatte so Sorge dass er überhitzt.

00:18:18: also habe ich sie dann gefunden beim Lichtensteinpark auf einer Decke sitzen die sich gekauft hat mit ich glaube irgendwie so eine Mini Blanche das sie gekauft haben.

00:18:28: Also da sieht man einfach wie kreativ die Menschen sind wenn sie in diese Verantwortung Position geworfen werden und dass sie auch ihre Lösungen finden.

00:18:35: Das ist ja so cool!

00:18:36: Also lernt von anderen Mami's da draußen Sie werden auch einfach abzugeben, weil die Kinder haben dann echt schöne Momente während sie sonst bei euch im Konferenzsaal gesessen wären und weder der eine noch der andere frei gewesen wäre.

00:18:48: Also das gebe ich nur mittels Kleine!

00:18:53: Das

00:18:56: stimmt auch bei unserem Jahresrückblick.

00:18:57: Es ist dabei, wo ich quasi so voll aufgetagelt mit der Maxikosi-Schale mit einem wirklich winzigen Baby da schon diese Themen gemacht habe und ich hab mich auch nicht stoppen lassen und es hat doch immer gut geklappt muss man ehrlich sagen.

00:19:10: aber es gibt doch Dinge die schief gehen.

00:19:12: Genau du wolltest noch...

00:19:13: Ja zu dem abgeben.

00:19:14: also das kann ich voll unterschreiben weil was wir auch merken Man hat nicht den ganzen Tag die volle Energie, um einem Toddler oder einen älteren Baby gerecht zu werden.

00:19:29: Wir haben das nicht und für uns ist es auch ganz unvorstellbar dass man diese Energie haben kann Weil die haben ja selber so viel Energie und so viele Bedürfnisse.

00:19:39: Und drum ist es für uns auch ganz schön, dass man da gewisse Etappen hat am Tag.

00:19:45: Jetzt gibt's natürlich Kindergarten aber jetzt zum Beispiel bei der Kleineren, die wir im Kindergaten... Da ging das noch ein bisschen schwerer bis um elf Uhr.

00:19:52: Dann hat sich einer von uns abgeholt für zwei Stunden dann hat das Kindermitteil übernommen für drei Stunden und dann hat dieses andere Eddanteil wieder übernomen und dann am Ende des Tages sind alle zusammengekommen.

00:20:03: Und durch diese Etappenstaffelung hat man halt immer diese zwei, drei Stunden die volle Energie.

00:20:08: Die volle Aufmerksamkeit.

00:20:10: und man hat dann nicht dieser Durchhänger wo man mal frustriert ist, wo man eine kürzere Lunte hat oder so sondern kann auf eines eingehen irgendwie und das gefällt den Kindern ja auch total.

00:20:20: Da muss ich auch sagen, das ist etwas, was mir natürlich fehlt.

00:20:24: Wenn nicht so viel alleine bin, wo du sagst, ich habe diese Etappen nicht und ich merke einfach ab dem dritten Tag wie überlastet ich bin weil du ja versuchst irgendwie in der Arbeit voranzukommen dann bist du die Person die von A nach B fährt, dann Baby einpacken dazu usw.

00:20:37: Und jeder der mehr als ein Kind hat oder einen kleinen Kind dazu weiß wie mühsam es ist einmal dass man sich quasi rein anschneiden.

00:20:44: Was machst du mit den anderen Kindern?

00:20:46: Es ist Kindergarten nicht mehr so leicht drop-off oder sagst nimmst ein Kind am gestern sondern muss ja immer mehrere mitnehmen.

00:20:52: Aber weil du das gesagt hast, es ist natürlich für mich sehr schwierig da durchzuhalten, weil ich merke wie kurz meine Zündschnur wird und dass mir das total leidtut im Moment, dass meine Kinder so viel Negativität auch abbekommen, weil dich einfach dann gerade zu den Randzeiten was ja immer sehr hektisch ist und stressig ist also sprich in der Früh um zum Staufen gehen Gerade da natürlich die Gemüter überhitzen und man darf nicht vergessen, also auch Kinder wachen mal schlecht gelaunt auf.

00:21:19: Und verstehen viel nicht viel!

00:21:20: Das muss doch für mich ein Lernprozess nicht gleich meinem Sohn, der jetzt eben drei ist weil viel Energie angesprochen wurde.

00:21:27: Also den könnte ich zehn Stunden auspauen und er könnte immer noch Energie haben.

00:21:32: Deshalb finde es so schön dass so wie du sagst, einfach Etappen hat.

00:21:36: So wenn man alle Phasen der Kinder hat, hat man halt auch Tages-Etappen mehr was ich jetzt absolut befürworte und mir auch versuche das frei zu schaufeln.

00:21:44: Einfach weil ich merke wenn ich nicht so geladen bin kriegen es halt die Kinder nicht so ab.

00:21:50: Was mir gerade aufgefallen ist also du sprichst sehr offen Esme über die Themen die dich belasten.

00:21:55: aber ich glaube noch in fast hundert Folgen die wir aufgenommen haben hat noch nie jemand so klar wie Du Raul gesagt einem einfach die Energie ausgeht.

00:22:05: Und vielleicht sind da Männer auch irgendwie ein bisschen klarer mit ihrer Energieeinteilung, weil es für Frauen so klar ist, dass man sowieso drüber geht?

00:22:12: Also wie würdest du das wenn ich dich ansprechen darf, Raul?

00:22:15: Direkt sehen!

00:22:15: Du bist ja glaube ich sehr klar mit deinen Ressourcen und deiner Einschätzung.

00:22:19: Warum ist dir das so easy über die Lippen gegangen, dass das so klar für Dich isst, so ehrlich zu sein mit Dir unter den Ressoursen?

00:22:26: Ja, ich glaub wir marieren Dich, wir kommunizieren halt eigentlich den ganzen Tag sprechen wir da, also man bekommt ja auch sehr unmittelbar mit wie sich der andere fühlt und glaube ich drum haben wir in der Hinsicht keine Geheimnisse voneinander.

00:22:39: Es geht in beide Richtungen und wir haben es auch oft so dass man sagt Ja heute geht's nicht zu gut bitte kommen vielleicht eine halbe Stunde oder ne stunde für heim.

00:22:49: Ich schaff jetzt nicht bis zum abendessen sondern vielleicht eben kommen heute vor Heim und Gott sei Dank können wir das auch immer gut einrichten.

00:22:58: Und ich glaube das ist so ein Thema, dass da waren wir von Anfang an sehr offen darüber.

00:23:02: Dass wir jetzt keine Kapazität mehr haben für Kinder sondern dass wir jetzt eine Pause brauchen.

00:23:08: und ja das ist echt ganz normal darüber zu sprechen.

00:23:12: Ich glaub Männer sprechen das wahrscheinlich öfter an weil sie... Vielleicht wehleidiger sind oder so.

00:23:19: Aber ja, ich glaube im Grunde ist es...

00:23:21: Das ist super ehrlich!

00:23:23: Ist Kinderbetreuung für beide gleich anstrengend und man hat mal gute Tage da kann man länger und man hört mal schlechte Tage dann kann man nicht zu langen.

00:23:31: Und du hast dir auch gesagt das ist auffangs netz Frau beschrieben und so.

00:23:35: Ich glaube das ist halt bei uns Schauen wir dass wir gegenseitig das Auffang nett sind und nehmen das auch voll hin wenn mal mehr Kapazität da ist oder weniger.

00:23:43: und eben wenn man sagt Ja ich hab heute Geht ja auch in die andere Richtung.

00:23:47: Ich kann mich heute eh irgendwie nicht gut fokussieren und ich komme nicht in meine Arbeitsthemen rein, ich mache dann den ganzen Tag Kinderbetreuung... ...und dann freut sich auch die andere Person und dann geht das wieder in eine andere Richtung.

00:23:57: also ich glaube es ist alles Kommunikation und das ist das Wichtigste und wir tun es halt natürlich leicht weil wir in der Arbeit gegenüber sitzen beim Frühstück gegenüber sitzen, beim Abendessen gegenüber sitzen.

00:24:09: Am Abend, wenn wir arbeiten sitzen wir am selben Tisch.

00:24:11: Also wir sehen uns den ganzen Tag aus.

00:24:13: Wir haben jetzt Termine und dadurch reden wir halt auch den ganzen tag eigentlich über unsere Gefühle, über Arbeit und Organisation.

00:24:20: Aber das ist total schön wie ihr das schildert.

00:24:22: also ich glaube dass es bei euch sehr natürlich gekommen.

00:24:24: aber vieles muss man sich auch erarbeiten.

00:24:27: was würdest du sagen war der schwierigste part wo man ehrlich kommunizieren lernt.

00:24:32: Ja, ich glaube das sind halt die Sachen wo man sich selber vielleicht gerne an der scene würde oder mehr vorgenommen hat und merkt da schafft man dann nicht.

00:24:41: also dass ich glaub das sind eben auch solche energie themen.

00:24:44: also das war jetzt ja auch nicht von tag ein sondern das musste mir erst für sich erfahren wenn man vielleicht mal keinen so guten tag hat und Hilfe braucht.

00:24:56: und ich glaube dass es immer wenn man gerade das ätern Kommt ja da sehr viele Gefühle mit und sehr viele Dinge, die man sein will.

00:25:03: Und wie man sie machen will... ...und das ist ja wie oft bei Anfängen von Beziehungen wo man dann am Anfang so auf Schmetterlingen ist.. ..und dann irgendwann sind die Schmetteringe noch immer da.

00:25:11: aber halt man kann im Alltag jetzt auch nix verstecken.

00:25:14: also man kann nicht zu tun dass wer man werde man nicht isst.

00:25:17: und genau so ist es halt bei Kindern und ich glaube man wächst halt dann natürlich in neue Rollen rein.

00:25:21: Aber am Anfang wird man dann auch oft glaube ich so das Bild was man für sich aufgebaut hat.

00:25:26: gerade was Resilienz und so betrifft wird man dann von sich selber manchmal enttäuscht.

00:25:31: Und ich glaube, das ist dann auch so unemotional zu kommunizieren ohne da jetzt... Ja!

00:25:39: Ich glaube, dass es halt manchmal schwierig aber auch super notwendig ist.

00:25:44: und Ja,

00:25:45: also mein Mann und ich haben das relativ stark oder sehr drastisch lernen müssen weil wir beide einfach unterschiedliche Erwartungshaltungen aneinander hatten.

00:25:53: Und ich glaube man hat dann irgendwann mal so diesen Punkt in der Beziehung erreicht wo diese Erwartungshaltungen nicht mehr so natürlich erfüllt werden.

00:25:59: Oder habt ihr das auch irgendwann einmal erlebt?

00:26:02: Jetzt zum Beispiel mein Mann nach Hause kommt und eben nicht damit gerechnet hat, dass plötzlich kein Essen mehr am Tisch ist.

00:26:07: Weil man es halt nicht hinbekommen hat!

00:26:08: Das sind so diese klassischen Enttäuschungen, diese Mini-Enttäuschen über den Alltag.

00:26:12: Und er ist halt dann wirklich... Manchmal schafft er nämlich Mittagessen nicht weil irgendwie sein Beruf dann doch recht fordernd ist oder er nicht zu einer Pause kommt und das sind dann so dieses.

00:26:20: Okay da ist einmal ein Grantigkeitselement.

00:26:22: Ich drücke ihm dann den Kleinen in die Hand habe die Erwartungshaltung er nimmt mir jetzt einen kleinen ab weil ich war ja eh den ganzen Tag mit ihm und dann kommen so weiss nicht eine Enttäuschung nach der anderen irgendwann kläscht oder wir setzen uns dann zusammen und sagen so heute passt irgendwie gar nicht.

00:26:36: Und er ist eben enttäuscht, dass es eben kein Essen gibt.

00:26:37: Er ist jetzt voll der Konservative.

00:26:39: das konservative Beispiel darüber schreiten wir eigentlich fast nie.

00:26:42: aber es gibt halt eben so Bedürfnisse die nicht erfüllt sind und Erwartungen die nicht da füllt sind.

00:26:46: Marie wie ist das bei dir gewesen?

00:26:47: Dass man darüber anfängt offen zu kommunizieren

00:26:50: ja wie Raul schon gesagt hat ich glaube eben man entwickelt sich auch rein auch zu wissen was ist es eigentlich in dem Moment was einen da jetzt gerade aufregt.

00:27:01: Also eben da muss man sich ja auch neu kennenlernen, wieder als Person und da auch reflektieren.

00:27:07: Und die Zeit dafür zu nehmen ist halt eben herausfordern.

00:27:10: Ich glaube also wir veranstalten zum Beispiel viele Dinge ein weil du auch gesagt hast dass man stellt an sich selber Ansprüche die man dann nicht erfüllen kann.

00:27:20: So dieses was dir vorher viele Leute sagen.

00:27:22: so ja zb.

00:27:24: eine Freundin mit drei Kindern hat mir gesagt sie kocht jeden Tag einfach nudeln.

00:27:29: Ich habe mir damals getrückt.

00:27:31: Bitte, wenn Kinder haben Bärde, dann koche ich jeden Tag Gemüse und gesund.

00:27:35: Und was kochen wir jeden Tage?

00:27:37: Nudeln!

00:27:38: Also es ist einfach von der besten... Zweiabel

00:27:39: am Tag warm und in der Früh dann nicht schon aufgewärmte Frühstücksporridge mit saisonalem Gewüse- und Obst oder so was für sich Wasser.

00:27:48: Ja, das ist an sich selber vielleicht das Ding, dass man einfach loslässt.

00:27:52: Ich glaube, das lernt man dann relativ schnell zu priorisieren.

00:27:56: Und andererseits dann dieses Okay, wir reden einfach sehr viel darüber.

00:28:00: biiiiii Wie wollen wir es sein?

00:28:02: Wir wollen uns organisieren, auch im Sinne von okay.

00:28:05: Zum Beispiel Raul sieht sich so als der, wenn die Kinder in die Schule gehen, der dann jeden Tag das Frühstück vorbereitet und aktuell fällt's mir aber einfach viel leichter ein bisschen früher aufzustehen.

00:28:16: Und dass ist wirklich bei uns...

00:28:17: Du hast doch Zeit bis sie in die Schule gehen!

00:28:19: Ja

00:28:19: also ich glaube du würdest was jetzt auch schon gerne machen.

00:28:21: ja weil wir sehen einfach okay das passt einfach nicht mit dem zusammen und wie du sagst ist eigentlich völlig egal weil wir haben also wir sitzen dann schlussendlich alle zusammen Stückstisch und das ist, dass es zählt.

00:28:32: Aber ich glaube eben da sind halt viele Themen oder wo ich dann sage okay ich will auch gerne einfach weiter schlafen oder du wenn ich mal nicht schaffe aufzustehen oder so.

00:28:41: also eben ich glaube das sind halt diese Themen die man dann immer wieder neu findet aber ja die mit viel reden was bei uns auch gut ist.

00:28:50: Wir wissen, es kann sehr hitzig sein die Diskussion aber wir wissen okay wenn's dann abgekühlt ist schauen wir einfach dass wir da wirklich noch mal das hervorholen und sagen ok was hat uns jetzt wirklich gestört?

00:29:01: Und dieser Gesprächskultur.

00:29:02: Lustig dass du das sagst wollte ich mir sagen viele Leute bist so analytisch und jetzt sieht sich weil alle die die Folge davor gehört haben drei wieder gegen die Fiji ja und ich mir denke ich bin genau so Ich bin ja jetzt nicht so sterrenzeichenvoll liebt und so weiter, aber es ist lustig dass du das sagst.

00:29:18: wo das geht richtig hoch.

00:29:19: Richtig temperamentvoll!

00:29:21: Und mir ist es auch wichtig danach nochmal das Thema herzuholen und zu sagen okay was können wir daraus lernen?

00:29:26: Und ich glaube bei allem was ihr jetzt geschildert habt... ...ich denke man macht sich sowieso selber so viel Druck und hat eben diese Erwartungen.

00:29:34: Ich finde, wenn ich etwas gelernt habe aus dem Elternsein ist das du sowieso was wir auch oft besprechen in unserem Podcast.

00:29:40: Du planst aber es kommt sowieso immer alles anders und du hast ja mal gesagt Fitches ist gut einen Plan zu haben Auch wenn es anders kommt dass man einfach das Gefühl hat man hat irgendwo eine Sicherheit eine Art Kontrolle.

00:29:52: Aber man muss die Flexibilität haben Wenn man Kinder hat dass es auch in der Partnerschaft einfach anders ist.

00:29:59: weil wir auch auf gefragt werden Wie hat sich eure Partnerschaft verändert seitdem die Kinder da sind?

00:30:04: Und jetzt auch eine Freundin, die vorne von mir deren zweites Kind bekommt, die sagt wie schaut sie in der Partnerschaft jetzt aus.

00:30:12: Weil der Luxus bei einem Kind ist ja das zumindest einer immer Pause hat und bei zwei Kindern merkt ich es.

00:30:18: sind wir beide gefordert.

00:30:19: Es gibt keine Pause mehr, die Pause ist wenn die Kinder schlafen und ich schlafe dann kann ich regenerieren und das sind maximal zwei Stunden am Stück im Moment.

00:30:26: Wenn man denke okay und das haben wir auch mal in einer Folge besprochen dass es meinem Mann viel schwieriger gefallen ist die Umstellung von ein auf zwei Kindern weil er das nicht kannte diese Dauerbelastung und das für ihn anders war was waren denn eure Unterschiede?

00:30:39: hat sich etwas verändert?

00:30:40: habt ihr andere Dinge neu ausloten müssen, ich meine das ist wahrscheinlich eh in der Nona nicht.

00:30:45: Muss man eh immer.

00:30:46: aber was hat sich denn bei euch verändert in der Partnerschaft?

00:30:48: seit einem Kind zwei Kinder?

00:30:52: Ja also bei uns wir hatten ja eigentlich glaube ich eine relativ lange Zeit unserer Beziehung Kinder also wir haben uns ja kennen gelernt unter einem Jahr dann geheiratet also Ende Mai kennengelernt und im März Und Tom und dann Marie relativ schnell schwanger geworden.

00:31:10: Also es ist ein großer Zeitraum oder Prozentsatz unserer Beziehung eigentlich, wo wir Schwanger waren oder Kinder bekommen haben und gestillt haben.

00:31:19: also ich glaube das ist ja sehr normal für uns.

00:31:22: aber Ich meine natürlich ändert sich alles mit dem ersten Kind und ich glaub dass weiß auch jeder und Es ist einfach dass die ganze Freizeitgestaltung komplett anders wird.

00:31:32: und das fand wussten wir von Anfang an und haben das glaube ich auch voll angenommen.

00:31:37: Ich glaube unsere Beziehung ist über die Kinder eigentlich noch viel näher und intimer geworden.

00:31:43: Einfach dadurch, dass mit dem ersten Kind dieser Umstieg war, dass ich eben in Querenz gegangen bin und wir dann angefangen haben das Unternehmen gemeinsam zu machen.

00:31:52: Und dadurch waren wir halt dann da vorweichen... Ich war den ganzen Tag weg, Maria den ganzen tag für ihre Firma gearbeitet.

00:32:00: am Abend hat man sicher gesehen Abendprogramm gemacht und jetzt auf einmal waren die ganzen Tage zusammen.

00:32:07: Und wir fanden das von Anfang an richtig cool, und es hat halt unsere Leben dann wirklich voll zusammengeschmolzen in unseren Seelen.

00:32:15: Ich glaube, dass war für uns eigentlich ein sehr positiver Schritt.

00:32:19: Es stimmt dazu mit dem zweiten Kinn ist man merkt den Unterschied weil man sich nicht mehr freischaufen kann.

00:32:25: Die Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse.

00:32:27: Man macht mit dem Totler andere Sachen wie mit dem Neugeborenen.

00:32:30: Es gibt auch zwischen den beiden dann oft Reibereien, Eifersüchtelein und so was.

00:32:35: Also ich glaube das war gerade etwas eben die Möglichkeit zu arbeiten.

00:32:43: eine Belastung hat ein bisschen zur Reiberei geführt.

00:32:47: aber ja es ist jetzt schon das neue Normal geworden.

00:32:51: man lernt halt einfach immer effizient damit seiner Zeit zu werden.

00:32:54: Und ich glaube, die ganze Kinderreise war für uns nie etwas belastendes oder irgendwas wo die Beziehung zu kurz gekommen wäre.

00:33:03: Sondern eigentlich immer nur etwas wo wir uns gedacht haben wie cool ist das?

00:33:09: Du bist eine Mama, ich bin ein Papa.

00:33:13: Wir haben eine Familie wie ein Kinder.

00:33:14: Wie krass ist das?

00:33:15: Und wir fanden es eigentlich immer super spannend und super schön und ja uns hat nie was gefehlt

00:33:21: oder?

00:33:21: Bevor du Marie noch dazu etwas sagst, das

00:33:23: ist

00:33:23: total schön!

00:33:24: Das ist die Story hinter dem was wir sagen dass Kinder keine Bremse sind sondern gar sie gegen einen Karrierebrust sind und jetzt keinen Hindernis sind sondern wirklich... befeuern können, was man angefangen hat?

00:33:35: Ja voll.

00:33:36: Also da stimme ich auch voll zu also ich habe das ja in der ersten Folge auch gesagt dass sich immer dachte wenn mal Kinder kommen dann war fix okay ich mache das Unternehmen einfach kleiner schaue was ich schaffe nebenbei sozusagen und genau das Gegenteil ist passiert.

00:33:50: und das es schon auch war einfach überraschend weil das kannst du nicht vorher planen außer eben vielleicht wenn's mehr Geschichten gebe in die Richtung die ich gehört hätte dann wäre das auch eine Option gewesen.

00:34:03: Und das ist umso schöner und ich glaube so jetzt als Paar, dass es ihre Schönen beschrieben.

00:34:08: So fühle ich das auch nun noch mal zu bestätigen.

00:34:12: Nein aber ich glaube was auch wichtig ist, was wir auch lernen mussten ist... Das wird zum Beispiel die Zeit von der Nanny nützen wir natürlich vorwiegend für Arbeit.

00:34:21: Aber es hat sich jetzt auch etabliert, dass wir sagen okay Samstagvormittag macht sie die Kinder und wir gehen Tennis spielen!

00:34:28: Also vor den Kindern waren wir in ihrer Filternis spielen gemeinsam und das ist jetzt so.

00:34:32: was, was wir uns dann eben da rausnehmen aus der Zeit oder wo wir sagen wenn die Kinder dann nicht länger im Kindergarten hingewandt sind dass man dann unter der Woche sich auch vielleicht einfach mal in der Früh zwei Stunden nimmt und es macht oder so.

00:34:43: Und da jetzt auch eben nicht diesen Gild spüren, dass man da jetzt mit Teilen für sich nimmt Für sich als Paar auch meins.

00:34:51: Also gerade alle, die die erste Folge gehört haben, ich hatte das so fasziniert, dass ihr gesagt habt, ihr seid Tag und Nacht immer zusammen, dass das total schön ist.

00:35:00: aber jetzt drängt sich mir die Frage auf hat man nicht auch mal ihr beide jetzt als individuellen Bock was allein zu machen ohne Paar?

00:35:07: wenn man beruflich und privat zusammen ist.

00:35:10: Nein, nicht wirklich!

00:35:11: Also es ergibt sich natürlich manchmal dass ich mit meiner Mädels was mache oder das du mal den Wochenende mit dem Buschen verbringst.

00:35:19: zum Beispiel der Raul hat ihre gute Freunde aus dem Internet.

00:35:23: in Deutschland untertreffen sie sich einmal im Jahr und das ist dann auch mega cool weil man merkt dann man trankt da natürlich wieder anders auf und kann auch mal loslassen von den Themen.

00:35:32: aber eben eigentlich sagen wir immer auch bei denen treffen Ist es auch nochmal cooler oder genauso cool, wenn der andere dabei ist?

00:35:40: Ja also ich glaube man glaubt das Bedürfnis zu haben.

00:35:43: Also wir hatten manchmal das Gespräch wo ich gesagt habe ich bin jetzt so fertig ich mag mal schlafen und weg irgendwie so zwei Tage eh dass das bedürfnisse glaube ich das viele kennen.

00:35:54: dann habe ich so eine minuto drüber nachgedacht.

00:35:56: dann hab ich mir gedacht ja aber was mache ich denn?

00:35:58: dann hänge ich alleine in irgendeinem hotel ab und irgendwie ist das auf total verschwendete zeit weil ich vermisse meine kinder nicht vermisse dich.

00:36:06: Wenn wir Zeit weg haben wollen, dann versuchen wir halt... ...dann ist das für uns echt Zeit ohne Kinder.

00:36:12: Also da kommen wir jetzt auch schon in das Alter wo das besser geht.

00:36:15: Ich weiß es nicht.

00:36:16: Das gibt halt dann so Geschäftsreisen, wo man getrennt ist.

00:36:20: Ich glaube das ist dann eher ein bisschen erholsam, weil's halt dann eben, weil man mal in Ruhe schlafen gehen kann,... ...weil man in der Früh nicht angetatscht wird und also von den Kindern.

00:36:33: Und ich glaube das ist dann schon auch teilweise notwendig und ein bisschen erholsam.

00:36:40: Aber ja, ich hatte da ein bisschen nie das Gefühl dass es ist weil du nicht dabei bist sondern eben weil man halt mal ein bisschen auszutun eine Familie einfach braucht

00:36:50: Ja, voll.

00:36:52: Ich wollte nur noch dazu sagen wir machen schon auch getrennt manchmal diese Geschäftsreisen und das ist auch

00:36:57: cool

00:36:58: weil man dann ja natürlich da eben wieder neue Ideen mitbringt.

00:37:03: aber bis jetzt hat mir immer das Fazit dass es eigentlich lustiger ist das gemeinsam zu erfahren auch diese Dinge.

00:37:09: Aber eh zum Beispiel, ich denke da auch an eine Situation wie Ella noch ganz klein war mit drei Monaten, da stammt ein Meeting in London im Raum und das war jetzt nicht so ein super wichtiges Meeting aber schon natürlich eben fürs Weiterkommen der Firma eventuell einen nächsten Schritt.

00:37:23: Und dann haben wir dann überlegt okay Wie machen wir das jetzt?

00:37:27: Wer macht es und soll ich nicht bei beiden Kindern bleiben?

00:37:30: Und irgendwie war das dann so.

00:37:31: ja eigentlich würde ich dieses Challenge gerne akzeptieren dass Mitte Kleinen alleine machen einfach und du bleibst zu Hause.

00:37:39: Und eben, wenn man sich dann da so seine Themen sucht, wo man dann einfach ja, sich selber wieder auch neu herausfordert oder so aber... Ja

00:37:48: der finde ich sehr total schön dass sich die ganze Welt irgendwie verändert hat.

00:37:52: das man sagt es können auch Mütter gehen mit ihren Kindern auch in ihr eigenes Business, warum nicht?

00:37:59: Wenn ich dort wo soll ich das sonst machen.

00:38:01: Dass sich die Türen öffnen weil da fällt meine Situation ein als wir eben mit Arteo bei einer Veranstaltung waren und wir Laura und ich, meine Geschäftspartnerin und Trauzhaugin und ich so der Hingucker waren, weil sie mit Neugebore nehmen und ich schwangern also was macht's hier hier und ist so nein das Business schläft nicht nur weil wir unsere Familien vergrößern ja und es war total die Sensationen und die Attraktion haben man erlebt immer wieder dass man müttern, also finde ich so überraschend weil ich merke es ja bei euch oder bei dir auch als Frauenmutter selbst das ganze Mal.

00:38:31: Dass man halt sagt okay dann geht's halt nicht anders, dann probiert man das einfach mal und irgendwie gehts dann schon.

00:38:37: und es ist ja dann auch so dass man auch der Verständnis stößt des Unternehmens wo ich dann irgendwie von unseren Hörerinnen noch immer mehr, was sich überraschend finde, höre dass man sich entschuldigen muss.

00:38:47: Dass man sein Kind mithaut weil man ja irgendwie doch Verantwortung wiederum der Arbeit gegenüber hat.

00:38:52: und ich find's schön das es mir in Richtung geht normalisiert, dass man sagt okay wenn wir wollen, dass Frauen an den Arbeitsmarkt zurückkehren.

00:38:59: Dann muss halt die Möglichkeit bestehen, dass man Kinder integriert, wenn man keine Betreuungsmöglichkeit hat.

00:39:03: und ich finde es total schön, dass du sagst, das ist die Challenge angenommen, das auszuprobieren weil ich bin auch fast bei den zumindest letzten fünf Podcast-Folgen mit meiner kleinen Dargesessen, weil wenn's mal nicht geht, dass meine Betreuung hat dann... ist es halt so.

00:39:15: Und ich finde, du hast sicher viel auch daraus gelernt oder selbst gewachsen sagen wir so ja?

00:39:20: Ja und ich also eben natürlich als Selbstständige gemeinsam auch.

00:39:25: irgendwie kann man das nochmal einfacher testen sag' ich mal.

00:39:29: Also wir haben auch zu vielen Juweliers Terminen oder Kundenterminen oder Verkäufen dann einfach das Baby mit gehabt und dann hat's mal der Rolge halten und einmal ich oder wie auch immer und es war schon okay.

00:39:42: bewusst vielleicht diese Negativität oder so, die es eventuell gegeben hätte.

00:39:47: Nicht wahrgenommen oder nicht wahrnehmen wollen weil ich mir dachte ja das ist so wie du sagst man muss das normalisieren.

00:39:53: aber gleichzeitig eben, wenn ich jetzt Freundin nenne oder auch andere Frauen sehe die Karriere machen im Konzern oder in Unternehmen.

00:40:03: Dann denke ich mir so ja wow das ist einfach nicht up to date und

00:40:09: wie

00:40:09: sollst du das je machen können?

00:40:11: Weil es da einfach keine Infrastruktur kein Interesse gibt also... Es

00:40:16: ist noch total getrennt.

00:40:18: Ja es ist so wirklich berufliches und privates und deziptern.

00:40:23: meine Eltern sind beide Ärzte und ich höre da immer meine Mutter so, die sagt ja also auch jetzt auf das Pensionsthema zu sprechen.

00:40:28: Ich muss Vollzeit arbeiten um mich in der Pension abzusichern.

00:40:32: Das ist halt nicht mehr so einfach.

00:40:34: wenn man sagt dein Bürojob ist nine to five dann hast du Kinder und dann siehst du sich zumindest ins Bett gehen.

00:40:39: Das sind wahrscheinlich auch etwas dass viele Eltern nicht wollen weil es am Samstag Sonntag war dann eh müde ausgelastet und du hast immer nur dieses kleine Fenster wo wir denken auch da müssen sich einfach Arbeitswelten wie wir im Vorfeld gesprochen haben ändern dass man sagt ja dann nimmt man sich halt einmal den Nachmittag und dann muss man halt auch das Vertrauen haben, dass man vielleicht am Abend arbeitet ein zwei Stunden.

00:40:57: Das ist ja nicht so, dass du dir dann als Arbeit, also im besten Fall ja als Arbeitnehmer denkst, okay, chillig jetzt habe ich da alle Freiheiten!

00:41:04: Du hast ja trotzdem eine Verantwortung, die ist nicht so der Job für immer gesichert ist.

00:41:07: Ja, man wird ja auch im Zweifel effizientere Kinder.

00:41:11: Also ich spreche jetzt von mir aber es sind Also es ist ja auch irgendwie so, dass man weiß, man hat nur diese Zeit zur Verfügung.

00:41:19: Man priorisiert anders und warum soll das jetzt in einem Konzern anders funktionieren als wenn man selbstständig ist?

00:41:26: Wenn man da eine gewisse Verantwortung und eine gewissen Ambitionen hat.

00:41:29: natürlich ist es ein Unterschied.

00:41:31: Ich arbeite für mein Projekt, für meine eigene Firma, das verstehe ich schon aber trotzdem glaube Dinge relativ einfach.

00:41:44: Sag jetzt mal, sie sind nicht einfach in der Umsetzung aber einfach vom Gedankengang her ändern könnte und ich glaube es gibt ja sicher schon gute Beispiele, aber auch viele... Ja, warum ist noch

00:41:55: nichts so fokussionär?

00:41:56: Der Stichwort Papierindustrie!

00:41:58: Ja, da gibt's auch positive Beispie.

00:42:01: Aber ein Gedanke den ich dazu habe ist auch einer der Gleichberechtigungen und das war vor ein paar Wochen ein größeres Thema in den Medien mit und Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen.

00:42:14: Und ich glaube, gerade dieses Thema Arbeiten mit Kindern.

00:42:17: Arbeiten nach der Karenz Teilzeit und so spielt da ja eine große Rolle also zum einen in Beförderungen.

00:42:23: Also da spielt er auf die Erwartungshaltung mit.

00:42:26: jetzt bei vielen Unternehmen sicher nicht allen.

00:42:28: aber wenn man sagt Ja es ist die Erwartungshaltung Ich stelle eine Frau um die Dreißig an dann geht die Frau ja in Karenz und wenn ein Mann ist das nicht so.

00:42:36: Wenn man da grundsätzlich die Jobs ein bisschen variabler denkt und dass man die Kinderbetreuung für beide Eltern öffnet glaube ich, kann man auch in die Richtung viel machen.

00:42:45: Weil man dann einfach gegen diese Erwartungshaltung ankämpft dass die Frauen ja dann für eine gewisse Zeit verschwinden.

00:42:51: drum kann ich ihnen keine volle Verantwortung geben weil sie sind ja dann weg oder kommen da nur Teilzeit zurück und wollen dann das Manager gehalten haben und die Männer bleiben ja.

00:43:00: also ich glaub so es ist ganz wichtig dass die Männer zum einen ein Querenz gehen und zum anderen auch die Möglichkeit haben in ihrem vierzeigstunden Job genauso wie die Frauen in dem vierzig Stunden Job Care Arbeit zu leisten zu haben, die oft notwendig ist um das zu machen.

00:43:17: Und ich glaube dann wenn man diese Flexibilität von Anfang an voraussetzen kann im Job Kann man auch damit diesen Erwartungshaltungen ganz anders umgehen und arbeiten?

00:43:29: Absolut.

00:43:30: Ich bin noch überzeugt davon, was es da noch braucht ist halt ein klarer Prozess im Sinne von wie kann ich denn überhaupt müttern eine Perspektive bieten mit Kind?

00:43:38: weil oft ist das ja so wir befördern also unterschwellig du kommst aus der Konzern wird vielleicht dass das mitbekommen aber unterschwällig hat man ja dann doch immer auch das Thema nach.

00:43:46: ich befördere jetzt die frau nicht weil sie hat ja einen kind.

00:43:49: wer weiß ob sie noch mehr Kinder will wer weiss ob das in einem kurzen Abstand ist von ein bis drei Jahren kann ich sie hier nicht zu viel Kraft machen, weil wer weiß wie lange sie dann da ist.

00:43:57: Also zu all diesen Themen die ihr beide angesprochen habt, die gesellschaftspolitisch und das sind wir bei Fiji´s Lieblingsthema wichtig sind, ist es wichtig aus meiner Sicht und das ist auch das Thema auf das WT-Dialogsvische und ich uns in den letzten Monaten gesetzt haben wirklich zu sagen Wie kann denn Karriere mit Kind ausschauen?

00:44:14: Und wie kann ich das schon vor einer Karenz kommunizieren und in einem Prozess gießen dass so wie du sagst, dass nicht mehr die Frage ist wann geht eine Frau in Karenz?

00:44:23: sondern wie schaut das geteilte Kehrarbeitsmodell der Familie aus?

00:44:27: Ich

00:44:27: habe jetzt ein bisschen was verpasst, weil ich durch einen Telefonanruf jetzt rausgekickt worden bin.

00:44:32: Obwohl schon Freitag Nachmittag ist.

00:44:33: Da muss sich immer einwerfen Double Duty Dialogs!

00:44:35: Ja da ist wieder Double Duty Dailogs, diesmal aber wirklich Triple Duty.

00:44:38: Ich würde ganz gerne noch ein Thema ansprechen und es hängt eben mit Gesellschaftspolitik zusammen.

00:44:43: Was würdet ihr sehen, was Unternehmerinnen wirklich das Leben erleichtern würden?

00:44:47: Was müsste dann auch passieren damit diese Vereinbarkeit so easy wie ihr es euch ja auch eingerichtet?

00:44:53: aber was könntet ihr euch da vorstellen, was es vielleicht von außen noch bräuchte?

00:44:57: Ich glaube das wäre allgemein gut eben mehr auf Klärung zu haben.

00:45:01: Was sind meine Optionen?

00:45:02: weil ich als Unternehmerin bevor ich Kinder hatte war für mich so okay in Grenz kann ich nicht gehen.

00:45:08: punkt also ich kriege kein Geld ich habe keine Sicherheit.

00:45:10: so ist irgendwie der generelle vibe als Unternehmerin und wenn ich mich selber um irgendwas kümmere dann muss ich eh schauen wo ich bleibe.

00:45:22: Dialogs einen Schritt in die Richtung und ich glaube es braucht eben viel mehr Kommunikation, Aufklärung darüber.

00:45:29: was sind überhaupt die Möglichkeiten?

00:45:32: weil ich weiß das nicht als junge Frau.

00:45:34: Eben außer ich bin da wirklich sehr belesen und informiert und ich glaub es gibt jetzt auch immer mehr.

00:45:38: aber damals ich habe vor elf Jahren das Unternehmen übernommen der gab's dazu einfach nix außer vielleicht ein paar Wonder Women wo man aber auch nicht wusste wie die das jetzt genau schaffen.

00:45:52: eben heißt nicht, ich bringe sie in eine Einrichtung und da bleiben Sie den ganzen Tag.

00:45:56: Und mir bricht das Herz!

00:45:58: dabei irgendwie, ja kann ich mich gar nicht auf die Arbeit konzentrieren.

00:46:02: Sondern es gibt ja auch Zwischenlösungen wo man sagt okay einfach schon zwei Stunden am Tag können viel bringen.

00:46:08: also ist jetzt natürlich sehr persönlich.

00:46:10: aber wenn ich das vorher gewusst hätte dass man sich da eigentlich sehr mit einfachen Mitteln ja schon ein bisschen Zeit und Energie schaffen kann dann hätten wir das auch mehr Selbstbewusstsein und Mut schon im Vorhinein gegeben.

00:46:25: Verstehe ich gut.

00:46:26: Ja, ein Thema was mir dazu noch einfällt weil ich das auch sehr mühsam fand ist das Angebot für Kinderbetreuung im Allgemeinen.

00:46:34: Also wie wir angefangen haben uns dann eben zu erkundigen man meldet sich natürlich mit Geburt oder schon vorher irgendwie an dass man dieser Kindergarten-Nummer

00:46:42: kann

00:46:43: und dann war es halt bei dem nächsten öffentlichen Kindergaten wo wir sind hat's dann gleich geheißen nein unmöglich.

00:46:51: Wir haben ab eins nur eine Gruppe eine Härtefälle, also alleinerziehende Mütter und es ist natürlich auch gut dass es den Leuten denen es nicht so gut geht das die da prioritisiert werden.

00:47:02: aber da ist halt das Angebot viel zu klein.

00:47:04: Wir haben ein Unternehmen wir zahlen ja auch sehr viele Steuern und so und dann ist es für uns unmöglich ab allen seinen Kinderbetreuungsplatz zu finden.

00:47:12: einen öffentlichen und selbst privat ist es ja auch nicht einfach.

00:47:15: dort meldet man sich bei zehn Kindergärten an, kommen da auf zehn Wartelisten und dann hat man aber mal... Dann lichtet sich der Dschungel irgendwann.

00:47:22: Aber das ist ja dann komplett schwer zu organisieren, dass man sagt, ich habe da nahe von meinem Büro einen guten Kindergartenplatz für mein einjähriges Kind und darauf kann ich mich verlassen, dass ich die noch habe.

00:47:33: Weil man hatte nicht einmal die Planungssicherheit von Anfang an wenn ich jetzt ein Kind vorhabe.

00:47:38: Das ist

00:47:39: halt wichtig, dass du das ansprichst!

00:47:40: Und wir haben ja mal eine Folge gemacht mit jemandem, der aus dem Kiwi-Umfeld kommt Wo wir für alle, die jetzt vielleicht bei diesem Dilemma stehen, wie kriege ich einen Betreuungsplatz?

00:47:51: Was sind überhaupt die Regularien?

00:47:53: Weil das ist ja auch nicht so einfach.

00:47:54: Dass man sich irgendwann anmeldet und dass man sagt Ja, ja!

00:47:56: Ich kann mir das dann frei aussuchen sondern für alle die das Thema näher interessiert will hört sich unsere Folge an.

00:48:01: da haben wir wirklich im Detail gesprochen wie das alles ausschauen kann Und was es braucht um überhaupt einmal in dieses Radl der Kinderbetreuung Die von der Staat angeboten wird reinzukommen.

00:48:12: aber ich bin ganz bei dir Das ist auch den Unternehmer und den Unternehmen leichter gemacht werden muss Kooperationen zu finden, weil so wie wir es ja schon gesagt haben Mütter als Arbeit also jetzt hauptsächlich Müttern Arbeitskräfte zu verlieren und diese PS auf der Straße liegen zu lassen, ist ja für den Arbeitsmarkt dann sich völlig

00:48:31: verrückt.

00:48:32: Aber bitte hört euch diese Folge an mit der Beate Herzog von Kinder in Wien!

00:48:35: Das ist wirklich auch geradefür einen aktuellen Zeitpunkt ganz gut jetzt im Sommer sich Gedanken zu machen weil sie auch über Eingewöhnung und ähnliches spricht.

00:48:43: aber jetzt zurück zum Unternehmertum und wir könnten jetzt wahrscheinlich bald eine dritte Folge beginnen.

00:48:48: vielleicht noch abschließend was würdest du?

00:48:51: Vielleicht darf ich das wieder der Marie geben jemanden mitgeben der jetzt gerade vor der Idee, der Gründung steht.

00:48:58: Natürlich traurig!

00:49:00: Das ist glaube ich etwas was du jetzt schon in beiden Folgen mehrmals angesprochen hast.

00:49:03: aber was sind da vielleicht noch für dich so Adzes wo du sagst das sind für mich diese drei go-to Themen die man am Anfang geklärt haben muss und dann läuft es?

00:49:11: Ja sich also einerseits natürlich... bieten kann und bieten möchte.

00:49:18: Also das ist eh klar eine Grundidee, wenn du jetzt das... also das ist ja mal ein Given genauso wie du sagst okay trau dich einfach.

00:49:25: aber ich glaube es ist so.

00:49:26: diese Konsistenz ist etwas was ich für mich auch erst als dieser eine der drei Grundideen festigen musste wo ich gesehen habe ok ich dachte immer eben wenn man eine neue Idee hat dann wird er sofort abgehen aber man hat auch die Möglichkeit mehrere Runden zu gehen.

00:49:46: Es ist nicht so, dass du einen Schuss hast und wenn der verpufft dann hast du nie wieder die Chance sondern es ist mehr eben diese Entwicklung der man auch Zeit geben muss.

00:49:55: das zweite ist wahrscheinlich es dauert immer länger als man denkt.

00:49:58: also so ist das irgendwie weil ich mir vor zehn Jahren vorgestellt hätte wo ich heute sein sollte dann war das erstens mal viel schneller aber andererseits wusste ich damals noch überhaupt nicht was es für Möglichkeiten gibt die sich erst am Weg ergeben haben.

00:50:14: Und das bringt mich auch schon zum dritten Punkt.

00:50:16: Das ist diese Offenheit, also eine Grundidee ist gut aber ich glaube so eben die Offenheid auch zu schauen wer begegnet einem am Weg?

00:50:24: Wer sind die richtigen Allies?

00:50:25: und es ist ja nicht immer bis zum Ende der gleiche Person oder die gleiche Institution und wir arbeiten ja auch zB europaweit wirklich mit unseren Herstellern, mit unseren Sales-Agenten und dadurch haben wir sehr viel mehr Power als wir als kleine Firma intern hätten.

00:50:42: und so glaube immer wieder Personen, die dran geglaubt haben.

00:50:46: Und die, die nicht dran gegraubt haben, haben mich nur noch mehr irgendwie dazu gebracht zu sagen okay in ein paar Jahren werde ich da zurück schauen und dann diese Situation denken und so ist es dann glücklicherweise auch immer dass man dann denkt okay ja damals war das wichtig und hat mich verletzt aber heute sind wir einfach ganz wo anders und das ist schön dazurück zu schauen.

00:51:05: und ja ich glaube es gehört einfach sehr viel Mut dazu.

00:51:08: und ja Respekt und irgendwie auch Willenskraft für alle, die das machen und es zahlt sich aus.

00:51:16: Da

00:51:16: kann man jetzt einfach wirklich nichts

00:51:17: mehr hinzufügen.

00:51:19: Und auch wenn ich noch gerne eine dritte Folge machen würde, ich gebe jetzt nur noch den Hinweis schaut auf unseren Social Media Account.

00:51:25: Da gibt es auch etwas zu verlosen das genauso schön bunt glänzt wie das was du auf deinen Ohren hast sogar in der Lieblingsfarbe.

00:51:32: Das muss man nämlich bei uns kommentieren und ich glaube uns bleibt jetzt einfach nun zu sagen danke für eure Zeit weil es ist länger als ein normaler Podcast Danke für eure Einblicke und ihr seid wirklich einfach ein ganz ein großartiges Paar und man darf euch nur gratuliert auf allen Ebenen.

00:51:47: Auf jeden Fall vielen, vielen Dank, dass ihr uns mitgenommen habt in die Insights eurer beruflichen und privaten Beziehung.

00:51:54: Und danke Marie, ein großes Danke, dass du das Rap-up gemacht hast!

00:51:57: Weil ich werde da immer dann von rechts angeschossen, als ob ich jetzt ein spontanes Rap-Up machen soll... Also vielen dank, dass Du das übernommen hast und wer Fragen hat darf sich jederzeit gerne an euch wenden.

00:52:08: zum Thema Gründungen Wir stehen auch immer in Kontakt mit euch.

00:52:12: also wenn es was gibt von euch da draußen was noch offen geblieben ist gerne kommentieren fragen direkt ansprechen Und der Gewinn ist echt cool.

00:52:19: Kann nur sagen, mitmachen, mitmachen, mit machen!

00:52:21: Danke,

00:52:21: tschau-tschau!

00:52:22: Tschüss!

00:52:24: Das war's wieder mal mit Double Duty Dialogs.

00:52:26: Wenn euch die Folge gefallen hat dann teilt sie doch mit euren liebsten Mamifreunden und Partnerinnen.

00:52:31: Folgt uns außerdem auf Instagram unter double duty dialogues.

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